Heilig Kreuz ist die katholische Kirche in Hamburg-Volksdorf – ein Baudenkmal der Nachkriegsmoderne mit zeltartigem Dach und schlankem Turm.
Nach der Aufsiedlung Volksdorfs wurde 1934 an der Farmsener Landstraße eine erste katholische Kirche gebaut. 1965 trat an ihre Stelle die heutige Kirche mit ihrem zeltartigen Dach, entworfen von den Architekten J. Rau und W. Bunsmann; 1970 kam das Gemeindehaus hinzu. Als erster Kirchenneubau in Hamburg nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil setzt Heilig Kreuz dessen Reformen sichtbar um – Taufe und Altar liegen inmitten der Gemeinde, die sich um sie versammelt.
Die Geschichte von Heilig Kreuz
1931
Am zweiten Weihnachtstag feiern 85 Gläubige in einer gemieteten Schulbaracke die erste heilige Messe in den Walddörfern.
1934
Am 26. August weiht Bischof Wilhelm Berning die erste Kirche an der Farmsener Landstraße, gebaut nach Plänen der Architekten Kamps und Benselmann. Eine frühere Landarbeiterkate auf dem Grundstück wird zum Pfarrhaus.


ab 1948
Nach dem Krieg ziehen viele Ausgebombte und Flüchtlinge in die Walddörfer, die Gemeinde wächst auf fast 3000 Mitglieder. 1948 kommen sonntags 700 bis 800 Menschen zum Gottesdienst – die Kirche wird zu klein. 1955 werden sonntags vier Messen gefeiert.

1960
Der geplante Neubau scheitert vorerst an der Grundstücksfrage, die alte Kirche wird innen renoviert. Im Oktober wird die erste Kollekte für den Neubau gehalten.
1962
Im März kann die Gemeinde das Nachbargrundstück an der Farmsener Landstraße 179 erwerben, im Juli ist der erste Architektenentwurf fertig.
1963
Im August geht der Entwurf der Architektengemeinschaft Rau-Bunsmann-Helle an die Baubehörde. Im Oktober wird der letzte Gottesdienst in der alten Kirche gefeiert, im November werden Kirche und Pfarrhaus abgerissen. Bis zum Neubau feiert die Gemeinde in einer Notkapelle und in der evangelisch-lutherischen Kirche am Rockenhof.
1964
Am 10. März erster Spatenstich durch Pfarrer Bernhard Pohlmann, am 14. Juni Grundsteinlegung – genau unter dem späteren Altar.


1965
Am 16. Juni weiht Weihbischof Johannes von Rudloff die neue Kirche – mit rund 30 Priestern, der evangelischen Geistlichkeit Volksdorfs und etwa 1000 Gläubigen. Der Neubau setzt die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils radikal um.


1970
Am 6. Februar wird das neue Gemeindehaus mit der Schlüsselübergabe eröffnet.
1996
Im September erhält die Kirchturmspitze ein Kreuz, das bei einer Statio auf dem Kirchplatz gesegnet wird. Anlass war die bundesweite Diskussion um Kreuze in Schulen und öffentlichen Gebäuden. Seitdem wird das Kreuz angestrahlt und leuchtet auch im Dunkeln.

2013
Die Kirche wird zusammen mit dem Gemeindehaus als Ensemble unter staatlichen Denkmalschutz gestellt.
2014
Die Gemeinde Heilig Kreuz wird Teil der Pfarrei Seliger Johannes Prassek (Pastoraler Raum Hamburg Nord-Ost).
ab 2026
Eine umfangreiche Sanierung, besonders des Betons und des Daches, wird in Angriff genommen.
2034
100 Jahre Heilig Kreuz. Hundert Jahre nach dem ersten Kirchbau feiert die Gemeinde Jubiläum.
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